Was Unternehmen über Passkeys wissen sollten.
„Passwort123!“ war nie eine besonders gute Idee. Aber brauchen wir Passwörter künftig überhaupt noch?
Lang, komplex, für jeden Dienst unterschiedlich – und bitte niemals vergessen. Passwörter machen es uns nicht gerade leicht. Mit Passkeys etabliert sich eine Alternative, die Anmeldung einfacher und gleichzeitig sicherer machen kann. Auch für Unternehmen wird das Thema zunehmend interessant
Was ist ein Passkey?
Ein Passkey ersetzt das klassische Passwort durch ein kryptografisches Verfahren. Statt ein Passwort einzugeben, bestätigen Nutzer ihre Anmeldung beispielsweise über Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder die Geräte-PIN.
Der entscheidende Unterschied: Es gibt kein Passwort mehr, das eingegeben, vergessen oder bei einem Phishing-Angriff abgegriffen werden kann. Passkeys auf Basis der FIDO-Standards gelten deshalb als phishing-resistente Authentifizierungsmethode.
Was passiert, wenn das Gerät verloren geht?
Eine berechtigte Frage. Passkeys können je nach eingesetzter Lösung zwischen vertrauenswürdigen Geräten synchronisiert oder bewusst an bestimmte Geräte beziehungsweise Sicherheitsschlüssel gebunden werden.
Für Unternehmen bedeutet das: Vor der Einführung sollte geklärt sein, welche Geräte und Anwendungen unterstützt werden, wie neue Passkeys eingerichtet werden und was bei einem Geräteverlust passiert.
Passkeys im Unternehmen: Einfach einschalten?
Ganz so einfach ist es nicht.
Passkeys sollten Teil einer durchdachten Identity- und Access-Management-Strategie sein. Dabei geht es unter anderem darum, wer Passkeys registrieren darf, welche Geräte zugelassen sind und wie Zugänge wieder entzogen werden.
Auch Microsoft treibt die Entwicklung aktuell weiter voran und setzt bei Microsoft Entra ID verstärkt auf Passkeys und andere phishing-resistente Authentifizierungsmethoden.
Weniger Passwort. Mehr Strategie.
Passkeys können die Anmeldung für Mitarbeitende komfortabler machen und gleichzeitig den Schutz vor Phishing und gestohlenen Zugangsdaten verbessern. Entscheidend ist jedoch, dass die Lösung zur vorhandenen IT-Infrastruktur und den Sicherheitsanforderungen des Unternehmens passt.
schwabe+braun unterstützt Unternehmen dabei, moderne und sichere IT-Strukturen aufzubauen und bestehende Lösungen sinnvoll weiterzuentwickeln.
Und vielleicht müssen wir uns künftig tatsächlich ein paar Passwörter weniger merken.
„Passwort123!“ darf dann gerne in Rente gehen.
Lassen Sie uns gemeinsam prüfen, welche Rolle Passkeys in Ihrer IT-Sicherheitsstrategie spielen können.

Enrico Pankratz
Telefon 07152 35766-31
e.pankratz@schwabe-braun.de
Head of IT-Operations

