Das Backup läuft jede Nacht. Gut zu wissen. Doch können die Daten im Ernstfall auch wirklich wiederhergestellt werden?
Genau diese Frage entscheidet darüber, wie gut eine Backup-Strategie für Unternehmen tatsächlich funktioniert.
Denn Datensicherung allein reicht nicht. Ob durch einen technischen Defekt, versehentliches Löschen oder einen Cyberangriff: Wenn wichtige Daten oder Systeme plötzlich nicht mehr verfügbar sind, zählt vor allem eines – wie zuverlässig und wie schnell der Geschäftsbetrieb wieder aufgenommen werden kann.
Was gehört zu einer guten Backup-Strategie?
Ein Backup ist zunächst eine zusätzliche Kopie wichtiger Daten. Für eine zuverlässige Datensicherung kommt es jedoch auch darauf an, wo und wie diese Kopie gespeichert wird.
Sind Originaldaten und Sicherung gleichzeitig über dieselbe IT-Umgebung erreichbar, besteht das Risiko, dass im Ernstfall beide betroffen sind. Das kann beispielsweise bei einem Ransomware-Angriff relevant werden, wenn Schadsoftware nicht nur Produktivdaten, sondern auch erreichbare Sicherungen verschlüsselt.
Eine durchdachte Backup-Strategie arbeitet deshalb mit mehreren Sicherungsebenen und mindestens einer ausreichend unabhängigen Sicherungskopie. Diese kann beispielsweise getrennt von der eigentlichen IT-Umgebung, zeitweise offline oder vor nachträglichen Veränderungen geschützt gespeichert werden.
Der Grundgedanke dahinter ist einfach:
Fällt das Produktivsystem aus, muss die Datensicherung weiterhin verfügbar sein.
Sind Daten in der Cloud automatisch gesichert?
„Unsere Daten liegen doch in der Cloud.“
Diesen Satz hören IT-Verantwortliche häufig. Eine Cloud-Lösung kann ein wichtiger Bestandteil der Datensicherung sein. Cloud-Speicher und Cloud-Backup sind jedoch nicht automatisch dasselbe.
Werden Daten lediglich zwischen Endgerät und Cloud synchronisiert, können beispielsweise auch Löschungen oder unerwünschte Änderungen übertragen werden.
Eine Cloud-Backup-Strategie sollte deshalb klar definieren, welche Daten gesichert werden, wo die Sicherung gespeichert wird, wie lange unterschiedliche Datenstände aufbewahrt werden und wie unabhängig das Backup vom eigentlichen Produktivsystem ist.
Wie viel Datenverlust kann Ihr Unternehmen verkraften?
Eine gute Backup-Lösung beginnt deshalb nicht beim verfügbaren Speicherplatz, sondern bei den Anforderungen des Unternehmens.
– Welche Systeme werden täglich benötigt?
– Welche Daten sind für den Geschäftsbetrieb unverzichtbar?
– Wie viel Datenverlust wäre im Ernstfall noch vertretbar?
– Und wie schnell müssen Server, Anwendungen und Daten wieder zur Verfügung stehen?
Die Antworten darauf bilden die Grundlage für ein passendes Backup-Konzept.
Dabei müssen nicht zwangsläufig alle Daten und Systeme gleich behandelt werden. Entscheidend ist, die für den Geschäftsbetrieb wichtigen Bereiche zu identifizieren und festzulegen, in welcher Reihenfolge sie nach einem Ausfall wiederhergestellt werden sollen.
Ihre Vorteile einer professionellen Backup-Strategie
Eine professionelle Backup-Strategie schafft Klarheit:
Welche Daten sind besonders wichtig? Wie werden sie geschützt? Und wie schnell müssen sie im Ernstfall wieder verfügbar sein?
Wer diese Fragen frühzeitig beantwortet, sorgt nicht nur für eine zuverlässige Datensicherung. Klare Sicherungs- und Wiederherstellungsprozesse helfen auch dabei, Ausfallzeiten zu reduzieren und den Geschäftsbetrieb nach einem Datenverlust möglichst schnell wieder aufzunehmen.
schwabe+braun unterstützt Sie dabei, eine Backup- und Cloud-Backup-Strategie zu entwickeln, die zu Ihrer IT-Infrastruktur und Ihren Anforderungen passt.
Lassen Sie uns gemeinsam prüfen, wie gut Ihre Daten heute für den Ernstfall vorbereitet sind.

Enrico Pankratz
Telefon 07152 35766-31
e.pankratz@schwabe-braun.de
Head of IT-Operations

